Use Cases erstellen

Viele Produkte verfügen über eine Interaktion mit dem Kunden in der Benutzeroberfläche: Tasten, Knöpfe, Hebel oder Touch Screens. Diese Benutzeroberflächen müssen vor der Produktentwicklung definiert werden, so dass Designer, Software-Entwickler und Ingenieure diese bestmöglich im Sinne des Kunden umsetzen.



Vorbereitung für einen Use Case
Bereits in der Produktplanung, Designbriefing, Lastenheft und/oder im Marketingplan werden das Produktziel und die Kundengruppe klar definiert. Sie benötigen beide für das Testprozedere und das Controlling während der Entwicklung. Ermitteln Sie typische Kunden der Zielgruppe und integrieren Sie diese möglichst früh als Tester in den Entwicklungsprozess.

Die einzelnen Zielgruppen können sich anders verhalten. Sie können sich auch anders verhalten, als Ingenieure und Produktmanager sich dies vorgestellen, erfragt und spezifiziert haben. Die reale Bedienung können Sie am besten über eine direkte Beobachtung während einer Testphase sehen.

Inhalte eines Use Cases
Use-Cases sind Verhaltensbeschreibungen bei der Anwendung eines Produktes. Sie beschreiben die Abläufe, wie sich ein bestimmtes System während der Anwendung im Normalfall und in Ausnahmefällen verhalten soll. Ausnahmefälle berücksichtigen z.B. Fehleingaben durch den Anwender oder Fehlfunktionen des Systems.

Welche Inhalte benötigt ein Use Case?

  1. Name des Use Cases
  2. Kurze Beschreibung der Funktion
  3. Anwender (Zielgruppe)
  4. Vorbedingungen
  5. Gebrauchsübliche Anwendung
  6. Signalzeichen als Rückmeldungen für den Benutzer
  7. Endzustand nach der Bedienung
  8. Mögliche Fehlverhalten
  9. Zeichnung der Bedieneroberfläche
  10. Sonstige Bemerkungen

Ein Use Case lässt sich als Word-Dokument beschreiben oder als Workflow. Der Vorteil des Workflows ist, dass die Fehlverhalten und Handlungsalternativen übersichtlicher und integrierter dargestellt werden können.

Die Erarbeitung der Use Cases benötigt Zeit. Jedoch sind sie eine wertvolle Dokumentation für Produktentwicklungen, die aufeinander aufbauen. Sind die Use Cases jedoch einmal erstellt und auf dem aktuellsten Entwicklungsstand, dienen sie als Grundlage für weitere Entwicklungen. Dies erspart bei nachfolgenden Projekten viel Zeit in der Erstellung, Entwicklung und bei den Tests.

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