Tools zur Produktdefinition

Wenn Sie sich am Anfang einer Entwicklung ausreichend Zeit für die Produktplanung nehmen, können in der Produktentwicklung einige entscheidende Fehler vermieden und Kosten gespart werden. Was sind die wichtigsten Tools für eine gute Produktdefinition?



Erster Schritt: Die Analysephase
Die Analysephase im Produktmanagement beinhaltet das Einholen von Informationen zu Markt- und Produkttrends, Veränderungen im Kundenverhalten und Produktanalysen von bestehenden Produkten. Die Analysephase berücksichtigt dabei das Kernprodukt mit allen Dienstleistungen und ergänzenden Produkten, wie z. B. Schulungen, Gebrauchs-anleitung, Marketingmaterial. Die Analysezeit wird oft zu kurz angesetzt. Sätze wie "ich weiss, was mein Kunde will", "legen Sie schon mal los", "die Zeit drängt" setzen unnötigen Druck aus und verleiten vielmals dazu, schnell in die Umsetzung zu gehen. Überlegen Sie sich rechtzeitig, welche Analysen sie benötigen und suchen Sie sich geeignete Vorlagen, bauen Sie sich Datenbanken auf (Statistiken, Trends, Ideen-Datenbanken, Kundenfeedbacks etc.). So können Sie von vorneherein sagen, wie lange Sie für eine gute Produktdefinition.

Bei bestehenden Produkten werden neben den allgemeinen Analysen und den Ideenfindungs-Analysen auch Produkt- und Sortimentsanalysen aus Vergangenheitsdaten des aktuellen Produktes herangezogen.

Allgemeine Analyse

  • Benchmarking (Marketing, Features, POS, Preise, etc.)
  • Designtrends
  • Konsumententrends
  • State-of-the Art Technik
  • SWOT-Analyse
  • Nutzwert-Analyse


Analyse bei bestehenden Produkten

  • ABC-Analyse
  • Produkt-Lebenszyklus-Analyse
  • Alters-Strukturanalyse
  • Herstellkosten und Margen


Ideenfindung für neue und bestehende Produkte

  • Ideenfindungs-Workshops
  • Problemlösungs-Workshops
  • Ideenbewertung


Die Produktanforderung ist der nächste Schritt zur genauen Produktdefinition. Wenn die unternehmerischen Ziele definiert, die Produktziele festgelegt und alle Analysen vollzogen und Entscheidungen getroffen sind, werden die Erkenntnisse in einem Lastenheft oder in einer Produktspezifikation (Requirements) schriftlich fixiert.

Diese Produktspezifikation ist für alle beteiligten Schnittstellen Marketing-Technik-Vertrieb für die Konzeptentwicklung und die Produktdefinition unerlässlich. Ohne diese Produktspezifikation fehlt eine einheitliche Richtung für das Produkt und es entstehen viele Annahmen und Vermutungen über das zukünftige Produkt. Eine klare Kommunikation mittels ausführlicher Spezifikation hilft hier viel Zeit zu gewinnen und ist ein Basiselement der Produktdefinition.

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