Tätigkeitsfelder bei der Markteinführung

Als Produktmanager oder Marketingverantwortlicher sind Sie auf der Suche nach dem heiligen Gral: "Wie können wir besser werden? Ist die einzige Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, die Kosten zu senken und Qualität zu minimieren?" Nein! Der Erfolg liegt in den Prozessen. Drei Schlüsselprozesse für eine frühe Markteinführung durch gute Prozesse stelle ich Ihnen heute vor.



1) Ideenmanagement
Mitarbeiter haben hunderte Ideen, wenn sie dazu ermutigt werden. Nutzen Sie die Möglichkeiten eines Ideenmanagements oder Innovationsmanagements und motivieren Sie Mitarbeiter in allen Hierarchiestufen, neue Ideen und Verbesserungen für Produkte einzugeben. Von 1000 Ideen werden weniger als 2% im Markt erfolgreich eingeführt! Daher benötigen Sie eine hohe Anzahl von Ideen. Suchen Sie Ihre internen und externen Quellen im Unternehmen.

Innovationsmanagement, Crowd Sourcing, Open Inno-vation, Co-Working - viele neue Wörter haben Einzug ins Produktmanagement und die Entwicklung gehalten. Alle haben eines gemeinsam: Sie nutzen die Energie (hier die Ideen) der Masse, um neue Ideen zu erhalten. Zum eigenen Betätigungsfeld, dass uns doch manchmal in unserer Sichtweise betriebsblind werden lässt gibt es Kunden, potenzielle Kunden, Tüftler, die gerne ihre Ideen oder Fantasien mitteilen. Die Sozialen Medien und das Internet sind eine wahre Goldgrube, um mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten.

Seien Sie offen für verrückte Ideen. Sie wollen nicht nur mehr Ideen, sondern auch wettbewerbsfähige. Sie wollen der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus sein.

2) Produktmanagement
Heute gibt es viele Ausbildungen für Produktmanager. Das „Handwerk“ im PM von der professionellen Marktanalyse, über das Erstellen des Product-Fact-books, die Marktbearbeitung, den Lebenszyklus etc zu kennen, bringt Wettbewerbsvorteile. Mit den richtigen Werkzeugen und dem nötigen Wissen sind Sie schneller im Markt, genauso wie Sie mit einem Sportauto schneller sind, mit einem Traktor auf dem Feld besser arbeiten oder mit einem Geländewagen drahtiger in der Sahara unterwegs sind. Das richtige Werkzeug macht den Unterschied, denn Sie verfügen eher über qualitativere Entscheidungsgrundlagen. Im Produktmanagement können Sie mit standardisierten und regelmäßigen Analysen, Benchmarks, Vorlagen für Wettbewerbs- und Produktvergleiche, Produkt-Kenn-zahlen, finanziellen Kennzahlen etc. viel Zeit gewinnen.

Wenn Sie mit Checklisten arbeiten, haben Sie immer die richtigen Daten und Dokumente zur Hand. Verschwenden Sie keine Zeit mit unnötiger Administration, sondern konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.

Fokussieren Sie sich auf die wichtigen Produktin-novationen und die benötigten Features. Entscheiden Sie sich für die Features, die dem Kunden den höchsten Nutzen bringen und einen Mehrwert verschaffen. Das eierlegende Wollmichschweinchen hat noch niemanden wirklich glücklich gemacht. Haben Sie den Mut „Nein zu sagen“ und argumentieren Sie dies. Zeigen Sie auch die Konsequenzen auf, wenn Sie Veränderungen zulassen müssen. Nutzen Sie ein Produktportfoliomanagement, um jeder-zeit im Bilde zu sein, welche Produkte anstehen und welche Priorität diese haben.

3) Projektmanagement
In vielen KMUs werden Projekte „nebenbei“ abgewickelt, dem Mitarbeiter zusätzlich zum Tagesgeschäft übertragen. Doch hier gilt das gleiche wie im Produktmanagement: Das Wissen um die richtigen Werkzeuge ist entscheidend für eine schnelle Umsetzung von A bis Z. Das Unternehmen sollte projektorientiert arbeiten und die richtigen Mitarbeiter und Arbeitsmittel zur Verfügung stellen.

Projektorientiert bedeutet, dass die Mitarbeiter realistische Zeiten im Projekt zugeteilt bekommen. Die Unternehmenskultur und das Wissen über Projekt-management der Komplexität und Vielzahl von Projekten gerecht wird. Projektmanagement generiert anfänglich zusätzlichen administrativen (Projekt-)Aufwand, doch wird durch die strukturierte und auf das Ziel gerichtete Organisation und Teamabsprachen viel Zeit und Effizienz gewonnen. Die richtigen Ziele, das Wissen um die Produkt- und Projektinhalte, ein straffes Controlling und teamfähiges, selbstständiges Team ermöglichen

  • Klare Aufgabenteilung und Verantwortung
  • mehr richtige und frühe Prototypen
  • einen konstanten Blick auf das Produktumfeld
  • erhöhte Motivation im Team
  • Stakeholder-Zufriedenheit (CEO; Kunde etc.)

Wie sieht bei Ihnen das Innovations-, Produkt- und Projektmanagement aus? Wo gibt es Verbesserungspotenziale?

Laden Sie hier den Artikel als PDF herunter.

Teilen

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn